Chronologie der Entscheidungen
Seit 2017: Massiver und dauerhafter Druck seitens einiger Anwohner der Schildower Strasse, zwei Verbindungsstraßen zwischen Glienicke und Hermsdorf für den Autoverkehr zu schließen.
März 2020: Verkehrsausschuss der Bezirksverordnetenversammlung (BVV) Reinickendorf gibt dem "Dauerfeuer" nach und empfiehlt, beide Straßen mit "temporären Modalfiltern" an der Stadtgrenze zu sperren.
März 2020: Bürgerinitiative "Offene Nachbarschaft" wird gegründet und nimmt den Kampf gegen Grenzsperren auf. In kürzester Zeit wurden mit vereinten Kräften über 2000 Unterschriften gegen die Sperrung gesammelt.
Mai 2020: Die BVV Reinickendorf übernimmt den Beschluss des Verkehrsausschusses. Die abschließende Entscheidung muss damit das Bezirksamt treffen.
Frühsommer 2020:  Zuständige Bezirksstadträtin  Reinickendorf (CDU) gibt ein Verkehrsgutachten in Auftrag, um eine belastbare Grundlage für ihre Entscheidung zu erhalten. Zugleich wird ein Gutachten der bezirklichen Rechtsabteilung eingeholt. Gutachten verzögern sich wegen Corona-Lage.
Januar 2021: Verkehrsgutachten kommt zu dem Ergebnis, dass die Straßensperrungen verkehrspolitisch unsinnig sind, weil dadurch Verlagerungen und zusätzliche Staubildungen ausgelöst werden. Das Rechtsgutachen erklärt die geplanten Straßensperrungen für unzulässig.
Februar 2021: Bezirksstadträtin führt eine digitale Bürgerversammlung durch, um über eine alternative Verkehrslenkung durch ein "Einbahnstraßen-System" zu befinden. Bürgerversammlung lehnt einhellig ab. Bezirksamt verwirft das Konzept.
März 2021: Bezirksamt erklärt, dass Straßensperrungen nicht weiter verfolgt werden.
März 2021: Verkehrsausschuss ändert ebenfalls seine Haltung und empfiehlt, einen "Runden Tisch" mit Vertretern von Brandenburg und Bürgerinitiativen zur Entwicklung von Lösungen einzurichten.
April 2021: Bezirksverordnetenversammlung übernimmt die Empfehlung zur Einrichtung eines "Runden Tisches" und erklärt damit seinen Sperrenbeschluss für gegenstandslos.
Mai 2021: Bezirksamt Reinickendorf erklärt, dass der Modalfilter-Beschluss erledigt ist und nicht weiter verfolgt wird.
Mai 2021:  Bezirksamt Reinickendorf, Landkreis Oberhavel und Gemeinde Glienicke unterzeichnen eine Absichtserklärung, einen "Runden Tisch" einzurichten, um zu gemeinsam vertröglichen Lösungen zu kommen.
Juni 2021: Eine Online durchgeführter Auftaktveranstaltung "Runder Tisch" stellte die Verkehrsgutachten vor und sammelte Ideen für weiteres Vorgehen.
September 2021: Verunglückte Berlin-Wahl führt zum Wechsel des Reinickendorfer Verkehrsressorts zu den "Grünen".
Frühjahr/Sommer 2022: Grüne Stadträtin versucht, auf zwei Runden im kleinen Kreis von Bürgerinitiativen und Bürgermeister von Glienicke einen "Runden Tisch" vorzubereiten.
November 2022: Stadträtin lädt zu einem Runden Tisch ein, machte aber durch gezielte Einladungspolitik und ein völlig anderes Format daraus ein Forum für ihre grüne Lobby. Am Ende zog sie unabgestimmt ihren Plan aus dem Hut, die Schildower Straße in eine Fahrradstraße zu verwandeln. Das Konzept, ein Forum für die Suche einvernehmlicher Lösungen zu schaffen wurde versenkt. Die Sperreninitiative behauptet wider besseres Wissen, dass hier am "Runden Tisch" das Konzept Fahrradstraße verabredete wurde.
Frühjahr 2023:  Glienicke und die Initiative Offene Nachbarschaft lehnen weiterhin massiv die Sperrung der Schildower Straße für den Automobilverkehr ab.
Februar 2023: Wiederholungswahl in Berlin. Das Waldseeviertel wählt noch stärker als ganz Reinickendorf die bis dahin führende "Koalition" ab. In der Folge wechselt das Reinickendorfer Verkehrsressort zu der CDU.
Mai 2024: Die neue Verkehrsstadrätin teilt in der BVV mit, dass eine Umwidmung der Schildower Straße nicht erfolgen wird und dass die Nutzung der Straße für einen erweiterten öffentlichen Nahverkehr nicht gefährdet werden darf.
Mai 2024: Ortmann und andere klagen beim Verwaltungsgericht auf Sperrung der Verbindungsstraßen an der Landesgrenze.
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
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